Katzenstube

Damit unsere Katze gesund und glücklich bleibt

Zwischen Oberginsbach und Eberstal

Jahre liegen zwischen der “alten” Katzenstube und der neuen Katzenstube, die sich in Eberstal befindet.

Aufgrund privater Veränderungen lebe ich nun in Eberstal und die Tiere haben nun ein Heim, welches wie für sie geschaffen ist. Die Streuner, die ich nicht vermitteln konnte sind alle hierher mitgekommen. Leider war manch eines der Tiere schwer krank und starb in den letzten beiden Jahren.

Auch wenn die Struktur in diesem Ort ganz anders ist, so gibt es auch hier Streuner, die den Weg zu mir gefunden haben. Schwierig ist derzeit die Kombination meiner kastrierter Tiere und derer, die (noch) nicht kastriert sind und hier als Streuner leben.

Deren Kastration steht aber im Frühjahr bevor:
Kater Cry und die Ladies Girlie und Lonely werden also nichts zur Katzenpopulation beitragen, sie kommen zum Tierarzt und können dananch wieder ein streßfreies, kinderloses Dasein führen.

Hier stelle ich Euch dieser Tage das neue Heim für Streuner vor….

Devil

Guter alter Opi. Nicht viel gmeinsame Zeit blieb uns beiden. Du, der als Raufbold der Katzenwelt gefürchtet warst kamst um Hilfe zu holen für Dich und Deine angeschlagene Gesundheit erst kurz vor Deinem Lebensende. Vor einigen Wochen wolltest Du Dich bei uns schon zum sterben leben. Aber es wäre zu wenig gewesen, für ein ganzes Leben, wenn Du so lieblos hättest gehen müssen, wie Du all die Jahre zuvor gelebt hattest.

So blieben uns noch ein paar Wochen, in denen ich Dich entwurmen konnte, gegen die Milbhen behandeln konnte, Deinen Augen Linderung verschaffen und vor allen Dingen Dir den Streit ums Futter nehmen und Dir täglich Leckeres vorsetzen.

Du hast Frieden geschlossen mit den Tieren, die Du noch vor Monaten bis fast zum Tode geqäult hast. Du wurdest vom Teufel zum Engel und ich bin mir sicher, im Regenbogenland wartet ein himmlischer Platz auf Dich.

Leb wohl alter Herr und behalte uns in Erinnerung - vergesse alle Deine gequälten Jahre und Krankheiten zuvor und schau ab und zu auf uns herab.

 Diesen Weg muss ich alleine gehen
mit vier Beinen und ohne Dich, mein zweibeiniger Freund.
Der laue Wind wird wieder kühler wehen
Die Sonne früher untergehen
Bis wir beide wieder sind vereint.

Ich weiß, Du wirst sehr traurig sein
Und manche Träne um mich weinen
Unsere Wege musst gehen Du nun ganz allein
Doch lass nicht zu viel Trauer in Dein Herz hinein
bis die Sonne wird wieder über uns scheinen.

Verwandte Seelen wie wir, entfernen sich niemals so weit
dass sie ihr Klingen nicht mehr spüren.
Sie bleiben sich nahe, jenseits der Gefüge von Raum und Zeit
Ihrer Seelenmelodie Einzigartigkeit
wird sie wieder zusammenführen,

darum mein teurer Freund lass mich nun gehen
und sei für eine neue Begegnung bereit.
Links von der Regenbogenbrücke werden wir uns wiedersehen
und mit sechs Beinen unseren Weg wieder zusammen gehen
an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit.

Wie konntest Du nur…

Eine Geschichte von Jim Willis, die vielleicht am Besten beschreiben kann, warum ich das hier tue und wie grausam die Realität sein kann. Mohrle ist genau eines der Tiere, welches nicht mehr bequem war, unkastriert erst im ehelichen Bett schlafen durfte, dann in seine Rolligkeit kam und nicht mehr gewünscht kam. Nicht einmal die Gnade der Kastration wurde ihm mitgegeben.

Das habe ich nun nachgeholt. Wenn es jemanden gibt, der meinem schwarzen Mohrle mit weißem Brustfleck, ca. 2 Jahre alt und schmusig ein zuhause geben will….

Als ich noch ein Kätzchen war, unterhielt ich Dich mit meinem Herumtollen und brachte Dich zum Lachen. Du nanntest mich „dein Baby“, und, obwohl ich einiges kaputt machte, wurde ich deine beste Freundin. Wann immer ich etwas „anstellte“, hobst du mahnend den Zeigefinger und sagtest „Wie konntest Du nur!?“, aber schon einen Augenblick später warst du wieder so zärtlich und hast mich eng an dich gedrückt.

Als du im Studium so viel lernen musstest, hattest du natürlich wenig Zeit für mich, aber ich verstand das immer und spielte mit meinen Bällchen. Ich erinnere mich an all die Momente, in denen ich mich in Deinem Bett ganz eng an Dich schmiegte und das Leben vollkommen schien. Du tolltest dann auch wieder mit mir herum und wir genossen die Sonne gemeinsam auf dem Balkon. Und von Deinem Frühstück gab es für mich immer was vom Schinken, „aber nicht zuviel, das ist ungesund!“ Und ich schlief solange, bis du von der Arbeit nach Hause kamst. Nach und nach verbrachtest du immer mehr Zeit bei der Arbeit als mit mir, um „Karriere“ zu machen. Dann warst du so viel weg, um einen Menschenpartner kennen zu lernen. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei jedem Liebeskummer, tapste mit meinen Pfoten deine Tränen von deinen Wangen und freute mich, als du endlich „deinen“ Partner fandest. Zwar keinen Katzenfreund, aber ich respektierte deine Wahl. Ich war glücklich, weil du glücklich warst! Dann kamen nacheinander deine Kinder zur Welt. Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von den süssen Kinderchen begeistert, so dass ich sie bemuttern wollte. Aber du und dein Partner dachten nur daran, dass ich ihnen schaden, sie gar verletzen könne. Deshalb wurde ich auch noch aus dem grossen schönen Zimmer ausgesperrt.

In dein Bett durfte ich schon lange nicht mehr. Ich liebte die Kinder und wurde „Gefangener der Liebe“. Sie fingen an zu wachsen und ich wurde ihre Freundin. Sie zerrten an meinen Ohren, meinem Fell, meinem Schwanz, hielten sich auf wackligen Beinchen beim Laufen lernen an mir fest. Sie erforschten meine empfindliche Nase mit unbeholfenen Fingerchen und ich hielt bereitwillig still. Ich liebte alles an den Kindern, besonders ihre Berührungen, weil deine so selten wurden. Ich war bereit, die Kinder notfalls mit meinem Leben zu verteidigen. Ich war bereit, in ihre Betten zu schlüpfen, um ihre Sorgen und Träume anzuhören. Und zusammen mit ihnen erwartungsvoll auf das Motorengeräusch deines Autos zu hören, wenn du in die Einfahrt einbogst. Wenn man dich vor einiger Zeit fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Tasche ein Foto von mir und erzähltest so liebvoll über mich. Die letzten Jahre gabst du nur noch ein knappes „ja“ von dir und wechseltest das Thema. Ich war früher „deine Samtpfote“ und bin heute nur noch eine Katze.

Dann hattet ihr eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt. Du und dein Partner fanden eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Ein Mann hat euch das extra noch gesagt, aber ihr habt ohne zu zögern unterschrieben. Beide. Du hattest für dich und deine Familie eine Entscheidung zu finden, die aus deiner Sicht bestimmt richtig war. Obwohl einmal ich deine Familie war. Die Autofahrt machte Spass, weil auch die Kinder mitfuhren. Als ich merkte wo wir dann angekommen waren, war der Spass zu Ende.

Es roch nach Hunden und nach meinen Artgenossen, nach Angst und nach Desinfektionsmittel, nach Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, dass du wüsstest, dass man sicher einen guten Platz für mich findet. Die beiden Damen hinter dem Schreibtisch zuckten mit den Achseln und fanden dich merkwürdig. Sie verstanden die Wirklichkeit, der eine Katze mit über 15 gegenüberstand.Du hattest die Finger deiner jüngsten Tochter aus meinem Fell lösen müssen, während sie schrie „Nein, nein! Nehmt mir meine liebe Katze nicht weg!“ Ich wunderte mich noch wie du ihr ausgerechnet in diesem Moment etwas von Freundschaft, Verantwortung und Loyalität vermitteln wolltest.

Zum Abschied tipptest du leicht auf meinen Kopf, hast dabei tunlichst vermieden, mir in die Augen zu sehen und lehntest höflich ab, meine offen daneben stehende Transportbox wieder mitzunehmen. Du hattest einen wichtigen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen. Nachdem du weg warst, sagte eine der netten Damen, du hättest mit Sicherheit schon lange vom Umzug gewusst und somit wäre Zeit gewesen, einen „guten Platz“ für mich zu finden. Sie schüttelten bedrückt den Kopf und fragten leise: „Wie konntest du nur?“

Die Damen widmeten sich uns, wann immer es ihre Zeit zuliess. Wir bekamen gute und reichliche Mahlzeiten, aber ich verlor meinen Appetit schon vor vielen Tagen. Anfangs hoffte ich noch darauf, dass du eines Tages zurückkommst und mich hier rausholst, wünschte mir, dass all das nur ein schlimmer Traum war und ich eines Tages aufwache… bei dir zu Hause… Aber du kamst nie. Und immer, wenn jemand an „meinem“ Vermittlungszimmer vorbei ging, presste ich bittend meine Pfote durch jeden möglichen Spalt. Gab es niemanden, der mich mochte? Niemanden, dem ich all meine Liebe und Dankbarkeit und zärtliche Treue schenken durfte? Die Wahrheit war, dass ich es mit keinem der kleinen knuddeligen Katzenkinder aufnehmen konnte. Unbeachtet, von allen übersehen und vergessen, zog ich mich in eine Ecke zurück, stand nicht mehr auf.

Eines Tages, am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man hob mich auf, trug mich über einen Korridor, der in einen Raum mündete. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau stand am Tisch, streichelte behutsam über meinen Kopf und erklärte mir, dass ich mich nicht sorgen sollte. Mein Herz schlug voller Erwartung auf das, was nun kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl des Loslösens. Mir, der Gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Ich war mehr um die Frau besorgt als um mich. Ich erkannte, dass sie an einer Last tragen müsse, die Tonnen wog. Sie band leicht etwas um meine Vorderpfote, während eine Träne ihre Wange hinunter lief. Sie schob meinen Kopf in ihre Hand, so wie ich es immer bei dir getan hatte, um dir meine Liebe zu zeigen. Ich spürte einen leichten Einstich und eine kühle Flüssigkeit, die in mich hinein floss. Ich streckte mich schläfrig aus, schaute dabei in die freundlichen Augen der Frau und ich sagte: „Wie konntest du nur?“. Möglicherweise verstand sie mein leises Miauen, denn sie sagte: „Es tut mir Leid!“ Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu geben, an dem ich nicht missbraucht, ignoriert und verlassen sein würde. Einen Platz, an dem ich mich nicht verkriechen müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden.

Mit meinem letzten Funken Energie öffnete ich weit meine Augen und sah sie unverwandt an, versuchte ihr so zu sagen, dass mein „Wie konntest du nur?“ nicht an sie gerichtet war. Ich dachte an dich, du mein geliebter Mensch. Und ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Mein letzter Atemzug ist mein Wunsch, dass dir in deinem Leben immer diese Loyalität entgegengebracht wird, die mir verweigert worden war…

Dazu einige Worte des Autors: Wenn diese Zeilen „Wie konntest du nur…?“ Ihnen Tränen in die Augen trieb, dann ging es Ihnen wie mir, als ich sie schrieb. Deshalb ist es ausdrücklich erlaubt, diese Geschichte so oft wie möglich weiterzugeben, sofern es nicht kommerziellen Zwecken dient. Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier aufzunehmen und in die Familie zu integrieren, wichtig für das ganze Leben sein kann. Dass man ein Haustier nicht einfach aufgeben darf – und wenn es absolut nicht anders geht, es wenigstens nicht in ein Tierheim, sondern in eine liebevolle neue Familie geben und sich dankbar von ihm verabschieden soll. Dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen, vielleicht mehr als die meisten Menschen….

Jim Willis

Pflanztopf erobert

So, nun wird der Naturkratzbaum im Katzenasyl ergänzt durch einen Kratztunnel aus geflochtener Wasserlilie. Natürlich interessierte die Rasselbande beim Auspacken keiensfalls, was der ursprüngliche Zweck dieser Gefäße eigentlich ist.  Die beiden größten Modelle von Blumenpflanzvasen im 4 er Set vom Handelshaus Lichtenstein wurden einfach erobert und vereinnahmt :-)

Da das Material geflochtene Wasserlilie sind beiten diese großen Tunnel in den ersten beiden großen Größen:
H: 80 cm B: & T: 35 cm
H: 65 cm B: & T: 35 cm
H: 48 cm B: & T: 22 cm
H: 34 cm B: & T: 16 cm
Natürlich eine optimale Kratz, Kletter und Schlafgelegenheit. Im Normalfall verfügem diese eder Pflanztöpfe über je einen verzinkten Metalleinsatz, der für die Katzen natürlich als hinderlich empfunden wird.

Spotty

Ich weiß nicht, was dieses arme Wesen an Erfahrungen sammeln musste, aber schön können sie nicht gewesen sein. Seit nahezu zwei Jahren füttere ich Spotty der sich nicht anfassen lässt. In ganz kalten Wintern bei minus 20 Grad hat er auch im Notfall “mal” im Asyl übernachtet. Spätestens aber wenn er mich hörte rannte er davon wie der Blitz.

Mittlerweile ist er wieder auf dem Weg der Gesundung. Er hat eine chronische Erkältung und diese wurde durch einen sehr intensiven Schnupfen noch um ein vielfaches schlimmer.
Er bekam nun über zwei Wochen so konstant wie er hier war die volle Dosis Traumeel, Grippheel und Husteel. Sowie Echinacea und Euphrasia Globuli. Es scheint so, als hätten wir das schlimmste überstanden.

Ein für mich ungewohnter Anblick, dass er neben den anderen frisst. Eigentlich ist er immer zurückgezogen hinter seiner Mülltonne. Alles andere bereitet ihm Angst.

Ein ängstliches Tier, eines, welches viele Verletzungen durch Bisswunden am Schwanz hatte, hat oder was auch immer man in einem solchen Fall sagen muss. Da er sich von mir nicht anfassen lässt kann ich ihm lediglich über das Futter Medikamente zuführen. Bisher hat es geklappt, aber sehr oft sah ich sein Leben schon als in gefährdetem Zustand….

Katzennetz

Heute für mich kein Thema mehr, da meine Hauskatzen hier rund 200 qm zum toben haben. Aber sehr wohl ein Thema bei meiner ersten Hauskatze, die sich zusammen mit mir eine Miniwohnung geteilt hat. Hier war es also wichtig, dass meine Katzendame (geschützt durch ein Katzennetz) Ausgang auch auf den Balkon hat.

In meinem Bekanntenkreis wurden leider nur schlechte Erfahrungen gemacht mit den  fertig angebotenen Katzennetzen, die durch Teleskopständer befestigt werden sollen.  Denn genau diese Teleskopständer einzusetzen scheiterten kläglich an deren Standfestigkeit. Nicht nur, dass diese Netze nicht mehr als Netz “hingen”, sie gefährdeten durch das Umfallen auch noch die Tiere, weil sie eine Panik auslösten.

Deshalb hier meine Alternative, die ich am Balkon meiner Mutter angebracht habe. Die stabile Verschraubung - die die ursprünglich leichtere Bambusstangenvariante ersetzte.

katzennetz

Katzennetz

katzennetze

Der erste Versuch eines normalen Kirschbaumnetzes (mit Gitter 3 x 3 cm), welches mit Bambusstangen am Boden und an den Ecken als Haltestangen angebracht war ging viele Jahre gut. An der Decke war es ebenfalls so befestigt, dass kein Zwischenraum für eine Flucht blieb. Dieses Katzennetz blieb sicher und zuverlässig bis Söckchen kam: dieser Eberhard Ginger am Balken schaffte es sich durch die Stangen zu quetschen.

Jetzt musste also eine Verbesserung her:
Damit die Tiere nicht über das Netz turnen können wurde es ziemlich niet- und nagelfest angebracht.
Gelassen werde konnte meine Deckenumwicklung. Die anderen Seitenwände und auch der Abschluß am Balkon wurden nun zwischen Latten geschraubt und sind nun absolut “stubentigersicher”. Es gibt keine nach außen führende Stelle an diesem Balkon, die nicht von einem straffen Netz umgeben und umzäunt ist.

Aber Achtung:
nicht alle Vermieter oder Hausgenossenschaften genehmigen ein solches Netz. Zumindest in den unteren Etagen ist es meistens (auch gerade durch die von mir nicht geliebten Teleskopstangen) sichtbar.

Der Vermieter muss dem Anbringen des Katzenschutznetzes zustimmen, aufgrund des Gesamteindruckes, welchen das Haus mit einem solchen Netz vermitteln kann. Im negativsten Fall kann das Anbringen eines Netzes vom Wohnungsbesitzer verboten werden. Selbiges würde auch gelten bei Katzenschutznetzen an Fenstern. Allerdings kann man hier auf ein Insektenschutznetze ausweichen - das darf man als mieter auf jeden Fall (solange man keine löcher bohrt usw.). Grundsätzlich gilt: Konstruktionen ausserhalb der vier wände, die nach Aussen sichtbar sind müssen genehmigt werden.

Homöopathische Medikamente für Katzen

Gerade Tiere wie Devil, die nicht einmal mir zugehörig sind, kann ich schlecht zum Tierarzt schleppen, wenn seine eigenen Besitzer kein Interesse daran haben ihm zu helfen. Nun lässt er sich von mir aber keinesfalls in eine Transportbox packen, um ihm - für den Fall, dass ich so etwas wagen sollte - doch ärztliche Hilfe zukommen zu lassen. Also bin ich gezwungen zu versuchen ihm mit den Möglichkeiten, die die Homöopathie bietet zu helfen.

Einige Mittel aus der Homöopathie wirken bei unseren vierbeinigen Freunden, deshalb hier einige Beispiele für eine homöopathische Hausapotheke.

Da die Homöopathie etwas tut in Sachen Mobilisierung der Selbstheilungskräfte, versucht sie den Körper in Balance zu versetzen, sie wirkt also auf emotionaler   u n d   mentaler Ebene. Ein gesunder Körper kann sich oftmals durch seine Selbstheilungskräfte wieder selber auf Vordermann bringen, deshalb ist dieser natürliche Weg zur Gesundung ein anderer, ein ganzheitlicher - der aber keinesfalls die Schulmedizin ersetzen soll, sondern jeweils in Abwägung zwischen dem Notwendigen und Möglichem erfolgen sollte.

Für mich am besten bei Tieren zu verfolgen: sie können nicht lesen und auch die Einbildungskräfte können von uns Menschen nicht auf sie übertragen werden.

Natürlich dauert die Wirkung einer hömöopathischen Behandlung länger als mit einem regulären Medikament. Zuweilen werden sogar anfänglich die Symptome schlimmer, was im Regelfall jedoch ein Anzeichen ist, dass die Präparate wirken.

Apis melifica: bei Insektenstichen und allergischen Reaktionen

Arnica: Verletzungen, Verstauchungen, Zerschlagenheitsgefühle. Auch für die Folgen von Stößen, Stürzen, Operationen, Prellungen, Quetschungen, blauen Flecken, Muskelkater, Schock oder Gebirnerschütterung.

Belladonna: plötzlich hohes Fieber, beginnende Erkältungen, Entzündungen auch in Gelenken und an Sehnen, rote und heiße Schwellungen, Abszesse, Gerhirnerschütterungen, heftige Schmerzen.

Bryonia: Erkältungen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Zerrungen.

Cantharis: Verbrennungen und Blasenentzündungen

Hypericum: Nerven- und Augenverletzungen, Sonnenallergien

Ignatia: Kummer, Trennung, Enttäuschung, still, appetitlos, traurig

Ledum: Biss- und Stichwunden (auch Zecken), kalt um die Wunde

Nux Vomica: Magen-Darm-Infekte: Überessen, Fütterungsfehler

Rhus toxicodendron: Muskel- und Gelenkschmerzen, Überanstrengung; schlimmer durch Kälte und Nässe, besser durch Bewegung

Silicea: Fremdkörper in wunde, Abszesse, Eiterungen

Staphisagria: Schnitt- und Risswunden, Operationen, Verletzungen der Genitalien

Symphytum: Knochenbrüche und -verletzungen, Sehnenverletzungen

Wobei ich in seinem Fall verabreiche

Sinusitis, Gripp-Heel, Anginheel und Traumeel sowie Euphrasia Augentropfen

Devil

Eigentlich, ja eigentlich sollte er mich nichts angehen, der alte Kampfkater Devil, der so furchtbar krank ist. Seine Besitzer sagen, sie wären nicht in der Lage ihm Medikamente einzugeben. Ich habe ihnen mitgeteilt, dass ich versuche ihm mittels Hömopathie zu helfen….

katzenschnupfen

Dadurch, dass der arme Kerl nie kastriert wurde und nie entwurmt, von Ohrmilben schweigen wir besser gleich…. ist er ein Raufbold der ersten Kategorie. Manch ein Tier hier musste böse unter ihm leiden. Die arme Lady hat schon ihren Urin vor lauter Panik laufen lassen als er sie im Genick schnappte. Kein schöner also im Benehmen. Aber kann er etwas dafür weil er seinen Instinkten nachgibt?

Kann er etwas dafür, dass er nun alt wird, in einem schlimmen gesundheitlichen Zustand ist und eigentlich froh ist etwas zwischen die Zähne zu bekommen? Nach vielen Jahren, die er hier nun als Querulant war, hat er sich in die Gruppe begonnen einzupassen. Er geht dann ans Futter, wenn die anderen es ihm gestatten und mittlerweile wartet er auch in mitten der anderen Tiere auf seine Futterrationen.

Bei ihm sorge ich dafür, dass kein anderes Tier aus seinem Napf frisst - zum einen um sich nicht anzustecken und zum zweiten, damit er seine Medikamente auffrisst. Bei ihm verabreiche ich Gripp-Heel, Anginheel, Sinusitis und Globuli Euphrasia.
Er nimmt die Medikamente ohne Probleme und sein Allgemeinbefinden wird kräftiger.  Währnd er die letzen Tage irritiert rumsaß, ist er nun in der Lage zu gehen wann er will und zu kommen wann er will. Er zeigt also, dass noch Leben in ihm steckt.

Mit diesem Tier habe ich schlimmes erlebt in den vergangenen Jahren, als er noch ein kraftstrotzender Kater war. Red hat seine schlimme Wunde am Schwanz von ihm, ihm also fast seinen Tod zu verdanken. In andere Tiere hatte Devil sich so festgebissen, dass nur noch literweise Wasser aus der Gießkanne half die ineinander verbissenen Tiere zu trennen…. Nun wird er alt, krank und ist nur noch eine bemittleidenswerte Kreatur, die der Mensch aus ihm gemacht hat…

Plastikostereier zum Spielen

Einmal im Jahr kommt das Osterspielzeug ans Tageslicht. Es handelt sich dabei um Plastikostereier, die dieses Jahr eine Bambuspflanze schmücken. Natürlich sind diese Ostereier nicht nur etwas für des Menschen Auge, sondern eher etwas für die kätzische Lust am Spielen.

Nicht nur, dass sie schön in der Luft baumeln, auch am Boden rollen sie ideal. Somit als einer der bevorzugten Katzenspielzeuge.ostern für katzen
ostern für katzen

Die bisher eingesetzten Pflanzen gedeihen gut und auch Wermut und Baldrian scheinen anzuwachsen. Schön :-)

Keime im Speichel von Katzen

Ein ziemlich streibares Thema ist im Katzenforum entstanden. Angefangen mit der Frage “Wo darf die Katze auf dem Tisch fressen?”, weitergeführt mit “wer küsst seine Katze bzw. Tischmanieren von Katzen?” trifft sich dann das Thema bei der Frage “Gibt es gefährliche Keime im Speichel der Katzen?”

Von der Hand zu weisen ist diese Frage auf keinen Fall. Habe ich doch beständig Tiere zu versorgen, die Vereitungen beispielsweise am Schwanz haben, was einwandrei an Katerkämpfen liegt. Der unterliegende Kater wird auf der Flucht zumeist nochmals vom Sieger in den Schwanz gebissen.
Diese Wunden haben oft monatelange Tierarztbesuche gefordert.

Auch feststellen muss ich, die ich alle üblichen Impfungen regelmässig an mir durchführen lasse, dass noch nie einer der erhaltenen tausend Bisse von Katzen bei mir selber Folgen hatte. Auch nicht, wenn die Tiere gebissen haben, die anderen Katzen große Abszesse zugefügt haben.

Bei Red hätte das fast zur Schwanzamputation geführt und war ein monatelanger Kampf mit regelmässigen Operationen beim und vom Tierarzt. Diese Verletzungen müssen gut im Auge behalten werden und am besten auch einem Tierarzt zur Begutachtung gezeigt werden. Bei Red war es so,  dass der Speichel seines Gegners voller Keime und Bakterien war. Über die langen scharfen Eckzähne von Devil gelangten diese Keime ins Gewebe von Reds Schwanz und verkapselte sich. Dadurch entstanden infektiösen Wunden, die zu schmerzhaften Entzündungen und später dann zu eitrigen Abszessen wurden.

Bei Lady hatte ich Glück, ich konnte ihr selber helfen: die betroffenen Stellen von den Haaren befreien, mehrfach am Tag Traumeel-Tabletten und nach rund drei Wochen war alles zwar mehrfach aufgegangen, dann aber doch glücklich verheilt. Aber selten gehen solche Verwundungen so glatt!

Ignorieren solcher Verletzungen kann im schlimmste Fall den Tod des Tieres bedeuten. Wie bei Red kann der Abszess sich unter der Haut ausdehnen. Mögliche Folge davon kann eine gefährliche Blutvergiftung mit ungewissem Ausgang sein. Gott sei Dank hatten wir Glück und keine Hautbezirke über dem Abszess starben ab. Das aber lag nur daran, dass wir über Monate vom Tierarzt jede Woche chirurgische Eingriffe an Red’s Schwanz hatten, bei welchen betroffene Hautpartien chirurgisch entfernt wurden.

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